Geschichte

Meilensteine unserer Vereinsgeschichte

1884

Am 11. Mai fand die konstituierende Versammlung und damit die Gründung der Sektion Kaiserstuhl des Badischen Schwarzwaldvereins im Gasthaus zum Schützen in Endingen statt. Ziel und Zweck dieser Vereinigung war es, den Kaiserstuhl den Wanderern zu erschließen. 37 Versammlungsteilnehmer aus Riegel,Endingen,Sasbach,Königschaffhausen und Breisach erklärten ihren Beitritt und wählten zu ihrem Vorsitzenden den Fabrikanten  Carl Lösch und als Schriftführer und Rechner den Apotheker Wihelm Pfefferle ,beide aus Endingen. Die Mehrheit der Anwesenden entschieden sich für den Sitz der Sektion nach Endingen. Bis zur ersten Mitgliederversammlung am 6.8. 1884 in Oberrotweil erhöhte sich die Mitgliederzahl bereits auf 83 Personen, davon waren 31 aus Breisach. Der jährliche Mitgliedsbetrag betrug 5 Mark. Unverzüglich  wurden im Kaiserstul zahlreiche Wegmarkierungen angebracht und Ruhebänke aufgestellt

1886

Die Sektion zählt jetzt 103 Mitglieder. In der Generalversammlung vom 9. Mai wird der Vorschlag zum Bau des Neunlindenturms eingebracht

1891 bis 1899

Durch das tatkräftige Mitwirken von Oberförster Alber aus Breisach wurde auf dem Katharinenberg eine Schutzhütte erstellt und in Breisach der Treppenaufstieg (Westseite) zum Eckartsberg gebaut

1900

Bau und Einweihung des Neunlindenturms am 15. Juli. Die Gestehungskosten betragen 10 000 Mark. Der Bauplatz hierfür wurde von der Gemeinde Ihringen ohne Entgelt zur Verfügung gestellt. Eine Vereinssatzung wird erstellt und es folgt am 10.4. 1900 der Eintrag in das Vereinsregister beim Großherzoglichen Amtsgericht i Breisach

1909

Der Neunlindenturm ist bezahlt. Die Arbeiten am Wegenetz können wieder in größerem Umfang durchgeführt werden.

1914

Die Mitgliederzahl ist auf 130 gewachsen.Es ist Krieg. Das Gebiet der Sektion gehört zum Festungsgebiet Neu-Breisach,Erschwernisse waren die Folgen . Der Vereinsbetrieb ruhte während dieser Zeit fast vollständig

1924

Am 30. März erfolgt die Neuwahl des Vorstands. Der Vorsitz geht nach Breisach. 1. Vorsitzender Bürgermeister Meyer ,Breisach.2. Vorsitzender: Dr. Bercher,Endingen.

Am 18. Mai wird das 40 jährige Bestehen des Vereins in Breisach gefeiert.

1930

Im Jahr  1930 wird der Weg zum Schlossberg bei Achkarren der Öffentlichkeit übergeben.

1934

Politische erfordern im Jahr 1934 die Neuwahl des Vorstands. Es wird gewählt zum 1. Vorsitzenden: Forstrat  Leonhard aus Breisach, 2. Vorsitzender Richard Mayer Riegel, Schriftführer: Emil Güthlin Breisach. 

1936

Im Jahr 1936 übernimmt, bedingt durch den Wegzug von Forstrat Leonhard, der Zahnarzt Dr. Bastian aus Breisach den Vorsitz

1939-1945

Während der Kriegszeit von 1939-1945 ruhte die Vereinstätigkeit fast gänzlich

1947

Durch das Vereinsverbot der französischen Besatzungsmacht konnte der Verein erst in diesem Jahr seine  Arbeit wieder aufnehmen. Bei der ersten Nachkriegsversammlung ,die von Schriftführer Güthlin einberufen wurde sind gewählt worden als 1: Vorsitzender Emil, Güthlin. Prokurist Breisach

                                        2. Vorsitzender: richard Mayer Riegel

                                        Schriftführer: Jakob Schilling, Breisach

Der Verein erlebte durch  die zielbewusste Führung  des ersten Vorsitzenden einen ungeheuren Aufschwung, der sich in steigenden Mitgliederzahlen, in der Teilnahme an den Wanderungen und im Interesse am Vereinsleben ausdrückt.

1951

Einführung eines Wanderplans. Es werden erstmals Wanderfahrten durchgeführt.

1972

Errichtung des Waldlehrpfades am Büchsen- und Pfaffenlochberg bei Achkarren durch den Gaunaturschutzwart Ulrich Schäfer und der tätigen Mithilfe unseres Wanderfreundes Hansjörg Willhauck.

1973

Der Vorsitzende Emil Güthlin erhält in Anerkennung seines Verdienstes um den Schwarzwaldverein das Goldene Ehrenzeichen.

Auch unser Naturschutzwart Vinzenz Bärmann empfängt die Ehrenplakette des Vereins für seine einmaligen Verdienste um den Naturschutzschutz..

1976

Der Naturschutzwart Hansjörg Willhauck führt die Naturschutzarbeit tatkräftig weiter. Er errichtet 1976  den Naturlehrpfad am Badberg und schafft in langjähriger Kleinarbeit ein Pflanzenschutzgebiet als Refugium  heimischer Orchideen im Kaiserstuhl. Er organisiert erstmals den Landschaftspflegedienst wie auch den Steifendienst in den Naturschutzgebieten am Badberg und Hasselschacher Buck.

1977

Emil Güthlin legt nach 29 jähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vorsitzender der Bezirksgruppe Kaiserstuhl nieder, der zu dieser Zeit 680 Mitglieder angehören.

Aus der Bezirksgruppe Kaiserstuhl werden die Ortsgruppen Endingen, Vogtsburg und Breisach gebildet.  Zum Vorsitzenden wird Hansjörg Willhauck gewählt. Emil Güthlin wird Ehrenvorsitzender.

1978

Der Trend zum Wandern hält an. Im Kaiserstuhl kommen die Ortsgruppen Riegel und Ihringen hinzu.

1979

Skiwanderungen werden in das Wanderprogramm aufgenommen verbunden mit Skigymnastik und einem Skikurs.

1980

Stadtwanderungen werden eingeführt, erstmals in Paris. Seitdem sind diese Wanderungen fester Bestandteil des Jahresprogramms.

1981

Zum ersten Mal wird eine Weiße Woche in Südtirol, vornehmlich für Skilangläufer angeboten.

Erstmalis findet auch eine Wanderwoche statt. Ziel ist Mallorca.

Für Senioren werden spezielle Veranstaltungen, Kegelnachmittage und kleinere Wanderungen veranstaltet.

1983

Ein loderndes Sonnenwendfeuer auf dem Eckartsberg mit einer Ansprache des Kaiserstühler Heimatdichters Karl Kurrus und großer Anteilnahme der Bevölkerung wird zum sichtbaren Zeichen der Pflege des heimatlichen Brauchtums.

1984

Der Verein ist 100 Jahre alt. Er zählt 396 Mitglieder. Das vom Wegewart  zu unterhaltende  Wanderwegenetz  umfasst 56 km.

Eine Festveranstaltung und die Gausternewanderung am 5. und 6. Mai sollen diesen Termin zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Von rechts nach links: Hansjörg Willhauck ( 1. Vorsitzender  ) Karl Winter (2. Vorsitzender ) Agnes Bork( Rechnerin ),Leonore Marschall ( Schriftführerin ), Josef Fröhner ( Wegewart ), Alois Sieber ( Kulturwart ), Helmut Siebenhaar (Kulturwart), Liesel Oberkirch ( Jugendwart ), <Winfried Drope ( Pressewart)

Im Jahre 1986 gibt es einen Wechsel in der Vorstandschaft. Der langjährige Vorsitzende Hansjörg Willhauck tritt aus persönlichen Gründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Nachfolger wird der bisherige 2. Vorsitzende Karl Winter, als Stellvertreter stellt sich Alois Sieber zur Verfügung. Neue Beisitzer sind unter anderem Gerhard Huber und Heinz Maier, die in der weiteren Geschichte des Vereins noch eine tragende Rolle spielen werden. Das Amt des Naturschutzwarts ,das auch von Hansjörg Willhauck mit sehr Engagement ausgeübt wurde, bleibt zunächst unbesetzt.